Palmölverbot für Biodiesel

Die EU hat einen halbherzigen Schritt zum Schutz der Umwelt getan. Palmöl, das 1/3 der geförderten Biokraftstoffe ausmacht, darf künftig nicht mehr in den Tank. Das ist nur scheinbar ein guter Schritt auf den richtigen Weg für den Umweltschutz, aber er ist noch lange nicht ausreichend, sondern verschlimmert womöglich die Situation für den Regenwald.

Ölpalmen sind sehr effiziente Energieproduzenten. Sie sind dreimal ertragreicher als Raps und benötigen sechsmal weniger Platz als Soja. Vor diesem Hintergrund sollte man bedenken, welchen Schaden der Natur zugefügt wird, wenn jetzt 1/3 des europäischen Biotreibstoffs aus anderen Quellen kommen muss. Wird jetzt also noch mehr Regenwald abgeholzt? Bekommen wir in Europa noch mehr Mais- und Rapsmonokulturen, die bekanntermaßen für die schrumpfende Artenvielfalt und Insektensterben mitverantwortlich sind?

Statt also nur Palmöl im Tank zu verbieten, sollte diese Biotreibstoffförderung komplett gestrichen werden. Es darf nicht sein, dass Lebensmittel im Tank landen! Dieser Frevel war trotz lauten Kritikrufen, auch vieler Naturschutzorganisationen,massiv von den Grünen beworben worden. Ein Meisterbeispiel für grüne Gutmenschenpolitik.

Die internationalen Verwerfungen, die mit dieser verfehlten Politik einhergehen sind ebenfalls beträchtlich:
https://www.regenwald.org/petitionen/1134/palmoellobby-aus-spanien-stoppen

http://www.handelsblatt.com/politik/international/handelsstreit-indonesien-droht-im-palmoelstreit-den-europaeern-mit-boykott/22652614.html?ticket=ST-137942-f4TxHRDN2hzG3z9hc310-ap5

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