Opfer auf dem Altar der Energiewende 

Dass die Energiewende auf dem Rücken der Stromkunden ausgefochten wird, war bekannt. Dass Naturlandschaften von mittlerweile ca. 30.000 Windkraftanlagen verschandelt werden auch. Aber nun geht es sogar dem Urwald Sababurg an den Kragen. Bis zu 140 Stahlkolosse dürfen wohl bald in Hessens größtem Wald stehen.

Die ohnehin für bedrohte Raubvögel und Fledermäuse gefährlichen Windkraftwerke in ein Naturparadies zu pflanzen, ist unglaublich. Das Gebiet, das tausende Touristen anlockt, um unberührte Natur zu erleben, könnte aus Grimms Märchen entsprungen sein. Wie wird es nach der Energiewende aussehen? Genau dort zeigt sich nämlich einer der größten Makel der Windkraft: sie braucht Platz und sie verbraucht ihn auch dort, wo eigentlich die Umwelt geschont werden sollte.

Hessen hat nur wenige geeignete Flächen in Höhenlagen, einige nun im Reinhardswald. Wofür das Ganze? Mit Umweltschutz hat das längst nichts mehr zu tun. Im Wahn, die Welt retten zu wollen, geht man über kulturelle Leichen. Ist den Energiewendern kein Ort mehr heilig? Was kommt als nächstes? Wird rund um Schloss Neuschwanstein ein Wind-Industriepark errichtet?

Dieser Wahnsinn muss aufhören.

https://www.welt.de/wirtschaft/plus179837848/Hessen-erlaubt-Bau-von-Windkraftanlagen-in-Grimms-Maerchenwald.html

 

41 total views, 3 views today