Eine Lanze brechen für Vermieter

Vermieter und Wohnungskonzerne werden aktuell als Abzocker, die die Bürger mit hohen Mieten schröpfen abgestempelt, es wird demonstriert[1]. Viele Vermieter ziehen bei den Mietsteigerungen gar nicht mit. Dabei verzichten einige sogar auf Einnahmen. Und Vermieter könnten sich ein gehobenes Preisniveau nicht leisten, wenn Angebot und Nachfrage nicht aus den Fugen geraten wären.

Die Mietpreisbremse ist gescheitert, wenn sie nicht gar Probleme verschärft hat. Wer will denn noch bauen, wenn er daran nicht verdienen darf? Der Staat kann über dieses Instrument nicht das Angebot erhöhen, denn er verhinderte lange Zeit und teilweise noch heute den Neubau. Vom Verkauf vieler Sozialwohnungen ganz zu schweigen. Es gäbe mehrere Instrumente, den Wohnungsmarkt zu erholen.

Beginnen wir mit der Lockerung der Bauauflagen. Es könnte im Rahmen von Nachverdichtung in die Höhe und enger gebaut werden. Die Grunderwerbssteuer könnte gesenkt werden, gar ausgesetzt, wenigstens für Familien. Im Zuge der Energiewende wurde Bauen teurer – absurde Dämmvorschriften und andere energetische Maßnahmen verteuern das Wohnen – der Staat will es scheinbar so. Vermieter haben die Mehrkosten entsprechend an die Mieter weiterzugeben. Die höchsten Stromkosten Europas müssen die Mieter oben drauf bürden.

Linke Regierungen, wie Rot-Grün in Berlin, verhindern im Rahmen ihrer Klientelpolitik auf skandalöse Weise Wohnungsbau[2]. Neue Flächen könnten erschlossen werden. Bodenversiegelung ist ein Problem – wohnungslose Bürger ein viel größeres. Was können Vermieter und Wohnungsbaugesellschaften dafür, wenn es kein bebaubares Land gibt? Was können Vermieter dafür, wenn die Städte Zuwanderer in ihre Städte einladen, die das bestehende Problem nochmal verschärfen. Aber kostenlose Kindergärten leistet man sich in der Hauptstadt. Irgendwer muss das auch bezahlen (z. B. über eine hohe Grundsteuer, die auch von Mietern zu tragen ist).

Nach Enteignungen zu rufen ist nicht zielführend. Man würde mit sozialistischen Methoden die vorhergegangene und misslungene planwirtschaftliche Wohnungsmarktpolitik nur noch weiter verschlimmern.

Solange der Staat verhindert, dass neue Angebote entstehen, wird nur an Symptomen gearbeitet.

Zeit also für mehr Freiheit und wenigster Staat!
Quelle:
[1] https://www.welt.de/politik/deutschland/article191449079/Berlin-Koeln-Dresden-Leipzig-Stuttgart-Tausende-protestieren-gegen-Mietenwahnsinn.html
[2] https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/so-verhindert-rot-rot-gruen-ganz-aktiv-den-wohnungsbau-in-berlin

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